Der Johannistrieb, nach anderer Schreibweise auch Johannestrieb, stammt eigentlich aus der Botanik und bezeichnet den zweiten Blattaustrieb einiger Laubbäume, wie z. B. der Eiche oder der Rotbuche, innerhalb eines Jahres. Im übertragenen Sinne ist damit allerdings der so genannte "Dritte Frühling eines Mannes" gemeint, das Wiederaufleben des Geschlechtstriebs bei älteren Männern. Gerade älteren Menschen wird jedoch häufig das Recht auf eine Lust orientierte Sexualität abgesprochen. Daher wird dieser Trieb von Außenstehenden meist als übersteigert empfunden und als "Altersgeilheit" abqualifiziert. Der Ursprung der Bezeichnung soll übrigens auch auf alte heidnische Fruchtbarkeitsriten in der Johannisnacht (24. Juni) zurückgehen.